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Praktikumsbericht und Problemorientierung

April 25, 2008

Einen Tag vor dem Nachbereitungsseminar stellt sich natürlich spätestens die Frage, wie gestallte ich meine Praktikumsbericht. Abgabetermin ist zwar erst Ende September, aber mein persönlicher Termin war und ist immer noch „vor den Pfingsferien“. Und der sollte eingehalten werden, denn danach hat das Semester vorrang.

Der Praktikumsbericht soll problemorientiert sein. Kleine Problemfelder hat wohl jeder während seines Praktikums entdecken können, vor allem, wenn die Praxis und die kontinuierliche Erfahrung fehlt. Und Referate bringen da nicht allzu viel.

Folglich treten einige Problemfelder auf, die hier einmal kurz skizzierten werden sollen:

Als erstes Problemfeld lässt sich die Unterrichtsvorbereitung einstufen. Große Stundenentwürfe plant und entwirft man zwar in den Fachdidaktiken, allerdings sieht das in der Praxis oder wenn man vor der Planung zur konkreten einzelnen Stunde steht, ein wenig anders aus. So habe ich für meine erste Unterrichtsstunde in der 12. Klasse im Fach Geschichte vorher tagelang in der Lehrerbibliothek am Schlump verbracht und Geschichtsbücher durchforstet. Und immer wieder durchforstet, bis ich endlich die passenden Quellen gefunden hatte. Dennoch wurde am Tag vor der Stunde nochmal alles umgeworfen, neu geplant und neu durchdacht. Ein typisches Problem, wie mir meine Mentoren nach der Stunde bei der jeweiligen Besprechung mitteilten.

Im Unterricht selber führt das Zeitmanagement zum nächsten Problemfeld. Während bei der Planung die Frage beherrschend war, wie lange wohl was dauern würde und wie lange die Schüler für die Bearbeitung brauchen würden, so war während des Unterrichtens der Blick zur Uhr wichtig. Aber auch wenn die ersten 15 Minuten vielleicht nach Pan verliefen, so war spätestens dann kein Blick mehr zur Uhr möglich oder vielleicht wurde das auch einfach im Rausch des Unterrichtens vergessen. Bis es klingelt.

Zum dritten Problemfeld gehörte bei meinem Schulpraktikum eine fehlende Kenntnis von Unterrichtsmethoden. Ich kannte zwar Gruppenarbeit, Partner- und Einzelarbeit und natürlich den Frontalunterricht, aber z.B. bei der Gruppenarbeit fehlte mir die Kenntnis über verschiedene Auswertungsmethoden. Gruppenvortag oder einer aus der Gruppe übernimmt den Vortag, das war mir bekannt.

Das vierte Problemfeld bestand aus dem Lehrer-Schüler-Gespräch basierend auf der Frage, wie komme ich auf mein antizipiertes Tafelbild? Auswertung via Lehrer-Schüler-Gespräch, Gesprächslenkung sowie Gesprächsführung sind im Unterricht wichtige Voraussetzungen und Fähigkeiten eines Lehrers, die ganz einfach trainiert werden könne und müssen und wahrscheinlich mit der Routine kommen.

Und auf Basis dieser vier Problemfelder wird mein Praktikumsbericht aufgebaut sein, so dass sicherlich die ca. 15 Seiten des Berichtes schnell gefüllt sein werden.

2. Praktikumstag

Februar 12, 2008

Tag 2. Heute ging es mit Hospitationen in je zwei Doppelstunden weiter. In der ersten und zweiten Stunde wieder in der Klasse 10 mit Philosophie und dann in der dritten und vierten Stunde ging es mit einem GK Deutsch ins zweite Semester der Oberstufe (12-2).

Der Philosophieunterricht begann mit einer Diskussionsrunde, die nach festen regeln ablief:

  • 5 Minuten vorher individuell Argumente überlegen
  • Redner gibt das Wort selber weiter
  • 15 Minuten Diskussion
  • wenn wichtige Argument noch nicht gefallen sind, kann die Überlegungsphase wiederholt werden
  • ein Protokollant für das Diskussionsverhalten
  • (ein Protokollant für die Sachargumente)

Fragestellung: „Kann man auch ohne Beruf glücklich werden?“

Zum Abschluss kam die Klasse zu der Überlegung: „Braucht man einen Beruf oder vielmehr eine Berufung?“

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Im Grundkurs Deutsch (12-2) ging es um die Kurzgeschichte „Am Einsweiher“ von Peter Stamm (Grunow, Sabine (HG.): Erfahrene Erfindung. Deutschsprachige Kurzgeschichten seit 1989. Klett, Leipzig, 2004.). In Gruppenarbeit (4er Gruppe) sollten solltem sinnvolle Kurzüberschriften erstellt und jeweils vorgetragen werden. In der zweiten Hälfte ging es um eine fiktive wissenschaftliche Analyse zu der Kurzgeschichte, die in Wahrheit von einer Mitschülerin im vorangegangenen Halbjahr als „Hausarbeit“ verfasst worden war.

Der Grundkurs wird von mir diese Woche noch ein weiteres Mal besucht werden und darüber hinaus wahrscheinlich auch…